Der pädagogischen Arbeit der Mozartkugeln liegt ein Konzept zugrunde, das sich vor allem an den natürlichen Bedürfnissen und der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder orientiert. Es wird in regelmäßigen Abständen reflektiert und gegebenenfalls überarbeitet. Auf dieser Seite soll die Konzeption kurz erläutert werden, eine umfassende Beschreibung steht hier als PDF zum Download bereit.
Freispiel und Lernen im Alltag
Im Spiel der Kinder steckt viel mehr, als es zunächst den Anschein macht. Kinder erleben ihr Spiel immer als wichtig, wertvoll und vollkommen. Das vorrangige Ziel der Mozartkugeln ist es, die Kinder hierbei ohne Druck zu fördern und zu unterstützen. Im Freispiel wählt das Kind Raum, Dauer sowie Spielmaterial und –partner selbst aus. Diese Art des Spiels legt den Grundstock für die Persönlichkeitsentwicklung und Kontaktfähigkeit des Kindes. Im Freispiel wird zum Ausdruck gebracht, was ein Kind bewegt und beschäftigt: Ängste, Probleme, aber auch positive Erlebnisse werden verarbeitet, soziale Kontakte geknüpft und vertieft. Daher legen wir im Alltag großen Wert auf das Freispiel, insbesondere auch im Kontakt mit der Natur.
Rituale
Kinder lieben Rituale. Sie brauchen sie, um sich in der Welt zurechtzufinden und sich wohlzufühlen. Rituale im Alltag geben ein Gefühl von Geborgenheit und Zugehörigkeit. Daher haben diese immer wiederkehrenden Eckpunkte in unserer Einrichtung einen hohen Stellenwert. Zu unseren Ritualen gehören etwa die Verabschiedung von den Eltern, die gemeinsamen Mahlzeiten, das Wickeln und ein Abschlusslied.
Motorische Kompetenz
Ein wichtiger Aspekt der Kleinkindförderung liegt in der spielerischen Schulung der Grob- und Feinmotorik. Das Gebiet der Grobmotorik umfasst hierbei Angebote zur Bewegungskoordination, Balanceübungen oder Lauf-, Ball- und Hindernisspiele. Feinmotorische Fähigkeiten wie die visuell-motorische Koordination werden etwa beim Malen, Basteln oder bei Fingerspielen gefördert.
Sprachliche Kompetenz
Sprache ist Teil unseres Lebens und fest darin verwurzelt. Zur Förderung des Sprachschatzes ermuntern unsere Erzieherinnen die Kinder aktiv zum Sprechen und machen regelmäßig Bilderbuchrunden und Spiele, die zum Zuhören und Nachahmen anregen. Dabei erlernen die Kinder eine Sprachsensibilität für den richtigen Gebrauch der Wörter und die Kommunikation mit anderen.
Emotionale Kompetenz
Die emotionale Kompetenz ist für die Persönlichkeitsbildung und Selbsteinschätzung eines Kindes enorm wichtig. Im täglichen Ablauf werden die Kinder daher genau beobachtet, um ihren Umgang mit der eigenen Gefühlswelt einzuschätzen. Die Erzieherinnen vermitteln ihnen Lob und Anerkennung und geben bei negativen Erfahrungen oder Konflikten Versöhnungs- und Trostimpulse.
Sozialkompetenz
Seine soziale Kompetenz erwirbt ein Kind durch das tägliche Miteinander im Gruppengeschehen. Es ist uns wichtig, dass Kinder lernen, ihre eigenen Wünsche zu äußern und Kompromisse einzugehen. Dies entwickelt und stärkt das Selbstvertrauen des Kindes und gibt ihm zugleich die Sicherheit, sich in der Gruppe zu orientieren und Vertrauen in die Spielpartner zu fassen. Die Kinder werden darüber hinaus motiviert, Hilfestellungen anzunehmen und weiterzugeben.
Kognitive Kompetenz
Die kognitive Entwicklung eines Kindes umfasst viele Teilgebiete. Hierzu gehört unter anderem die Fähigkeit, Kausalitäten zu erlernen – das Drücken eines Knopfes auf dem Recorder lässt Musik erklingen, zu schnelles Laufen kann zum Sturz führen – und der Erwerb von Grundwissen (Jahresablauf, Tiere, Lebensmittel usw.). Auch die kreative Entwicklung in Spiel und Gestaltung sowie im musikalischen Bereich ist wichtig für die kognitive Kompetenz des Kindes.
Hygiene
Die Mozartkugeln legen Wert auf eine angemessene Hygieneerziehung. Dazu gehören etwa das Händewaschen vor dem Essen und nach dem Toilettengang, das Säubern nach Mahlzeiten oder das Naseputzen. Durch das Wiederholen und Bewusstmachen der Handlungen sollen die Kinder lernen, eigenständig und selbstverständlich kleinere Hygienerituale zu erledigen.
Eingewöhnung
Der Übergang in eine Betreuungseinrichtung ist ein wichtiger Lebensabschnitt für Kind und Eltern, dem wir mit viel Verständnis und Einfühlungsvermögen begegnen. So werden schon im Vorfeld der Charakter des Kindes sowie eventuelle Ängste und Wünsche besprochen. Der Zeitraum, in dem das Kind zunächst mit und später ohne die Eltern in der Kita bleibt, wird langsam und individuell gesteigert, bis das Kind sich wohl und geborgen fühlt. Eine fest zugewiesene Fachkraft sorgt dafür, dass das Kind Anschluss zu den anderen Kindern aus der Gruppe bekommt und die Räumlichkeiten und den Tagesablauf kennenlernt.
Die Rolle der Erzieherin
Während der Freispielphase befindet sich die Erzieherin in der permanent beobachtenden, mitspielenden und beratenden Rolle. Es ist wichtig, dass Kinder sich individuell entfalten und ausleben können. Daher arbeiten die Erzieherinnen hauptsächlich situationsorientiert, richten ihr Handeln also an den Bedürfnissen der Kinder aus und geben höchstens Hilfestellungen sowie kleinere Hinweise zur Spielanleitung. Außerdem unterstützen sie die Kinder in ihrer Rollenfindung und entwickeln gezielte Impulse zum Erwerb von sozialen und lebenspraktischen Kompetenzen.
Ein regelmäßiger, offener und transparenter Austausch zwischen Fachkräften und Eltern ist für die Entwicklung des Kindes besonders wichtig. Möglichkeiten zum Kontakt gibt es daher täglich bei Gesprächen während der Bring- und Abholsituation, auf regelmäßigen Elternabenden oder im gesonderten Elterngespräch, bei dem die individuelle Entwicklung eines Kindes konkret erörtert wird.
